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Awareness & Diversität

Sicher, willkommen und Teil des Festivals

Das tohoop Festival soll ein Ort sein, an dem unterschiedliche Menschen zusammenkommen, gemeinsam Musik und Kultur erleben, feiern, ausprobieren und eine gute Zeit haben können. Uns ist wichtig, dass sich dabei möglichst viele Menschen willkommen und wohl fühlen und dass Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und übergriffiges Verhalten keinen Platz haben.

Für uns beginnt das nicht erst dann, wenn etwas passiert. Ein sicherer und diskriminierungssensibler Festivalort entsteht bereits bei der Planung: bei unserem Booking, bei der Gestaltung des Geländes, bei der Kommunikation und vor allem bei der Frage, wer bei uns sichtbar ist und wer sich bei uns angesprochen fühlt.

Was bedeutet Awareness beim tohoop Festival?

Unser Awareness-Team ist für Dich da, wenn Du Dich unwohl, unsicher oder überfordert fühlst. Egal, ob gerade etwas passiert ist, Du eine diskriminierende oder grenzüberschreitende Situation erlebt hast, Dich etwas beschäftigt oder Du einfach einen Moment Ruhe brauchst.

Du möchtest Dich zurückziehen, brauchst Unterstützung oder möchtest mit jemandem reden?

Komm zu uns.
Wir sind für Dich da.

Du musst uns nicht erzählen, was passiert ist. Du entscheidest selbst, was Du erzählen möchtest und welche Unterstützung Du brauchst.

Awareness ist vertraulich

Wir gehen vertraulich mit dem um, was Du uns erzählst. Informationen geben wir nur weiter, wenn Du damit einverstanden bist.

Wir unternehmen grundsätzlich nichts gegen Deinen Willen. Du entscheidest, welche Unterstützung Du möchtest und welche Schritte wir gemeinsam gehen.

Wenn eine akute Gefahr für Dich oder andere besteht, kann es allerdings notwendig sein, weitere Hilfe zu holen.

Was ist Awareness nicht?

Keine Streitschlichtung
Wir können Dir zuhören, einen Rückzugsort anbieten und Dich dabei unterstützen, Deine Gedanken zu sortieren. Wir sind aber keine Mediator*innen und versuchen nicht automatisch, zwischen verschiedenen Konfliktparteien zu vermitteln.
Keine Therapie
Awareness ist keine Therapie oder professionelle psychologische Beratung. Unser Awareness-Team besteht aus geschulten Menschen, aber nicht aus Therapeut*innen. Wenn Du darüber hinaus Unterstützung brauchst, können wir Dir gerne Informationen zu entsprechenden Beratungsstellen geben.
Kein Trip-Sitting
Unser Awareness-Team ist keine professionelle Psy-Care. Achtet deshalb aufeinander und konsumiert bewusst. Wenn es Dir oder einer anderen Person körperlich schlecht geht oder ein medizinischer Notfall vorliegt, holt bitte medizinische Hilfe. Ihr könnt Euch jederzeit an unser Team wenden und uns bitten, den Notruf zu wählen.
Awareness-Team

Wo findet ihr die Awareness?

Du erkennst unser Awareness-Team an den Westen.

Während der Festivalzeiten ist das Team auf dem Gelände unterwegs und kann jederzeit angesprochen werden. Wenn Du niemanden vom Awareness-Team findest, kannst Du Dich auch an andere Mitarbeitende wenden. Sie können die Awareness für Dich dazuholen.

Du musst nicht erst wissen, ob etwas „schlimm genug“ ist, um uns anzusprechen. Wenn Du Dich unwohl fühlst, Unterstützung brauchst oder einfach ein komisches Gefühl hast, komm zu uns.

Unterschiedliche Menschen und Perspektiven sichtbar machen

Ein sicherer Festivalort bedeutet für uns auch, dass unterschiedliche Menschen und Perspektiven bei uns sichtbar sind. Das betrifft unser Publikum genauso wie Künstler*innen, Helfer*innen, Veranstalter*innen und alle anderen Menschen, die das tohoop Festival mitgestalten.

Was verstehen wir unter Diversität?

Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Menschen unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Hautfarbe, Behinderung, Alter, Religion und vielen weiteren Merkmalen. Diese Vielfalt soll sich auch beim tohoop Festival widerspiegeln.

Ein Festival Line-up, das beispielsweise ausschließlich aus weißen cis Männern besteht, bildet diese gesellschaftliche Vielfalt nicht ab. Gleichzeitig wissen wir, dass verschiedene Gruppen in unserer Gesellschaft strukturell benachteiligt werden und deshalb auch in der Musik- und Kulturlandschaft unterrepräsentiert sind.

Diversity-sensibel zu veranstalten bedeutet für uns, das Festival so zu planen und durchzuführen, dass sich Menschen in ihrer Vielfalt willkommen, angesprochen und wohl fühlen.

Dabei wollen wir nicht nur von unseren eigenen Erfahrungen und Perspektiven ausgehen. Was für uns selbstverständlich ist, muss es für andere Menschen noch lange nicht sein.

Diversität als gemeinsamer Prozess

Wir wissen, dass ein diverses und diskriminierungssensibles Festival nicht mit einem einzigen Konzept fertig ist. Wir wollen unsere Strukturen immer wieder hinterfragen, Feedback ernst nehmen und daraus lernen. Dazu gehört auch, uns anzuschauen, wer bei uns auf der Bühne steht, wer im Team arbeitet, wer unser Festival besucht und wer vielleicht noch nicht erreicht wird.

Das tohoop Festival soll ein Ort sein, an dem unterschiedliche Menschen nicht nur nebeneinander existieren, sondern gemeinsam feiern, Kultur erleben und sich einbringen können. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem Menschen sichtbar sind, die sonst oft weniger Sichtbarkeit bekommen, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und in dem sich möglichst viele Menschen sicher, willkommen und als Teil des Festivals fühlen.

tohoop soll ein Festival für alle sein – und dafür wollen wir auch selbst Verantwortung übernehmen.

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